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Wolfpack dem Meister unterlegen

Aktualisiert: 2. Aug.

Dass im Konstanzer Bodenseestadion für das Bad Mergentheimer American Footballteam Tauberfranken Wolfpack gegen die bereits zuvor feststehenden Landesligameister Konstanz Pirates nichts zu holen sein wird, war allen Beteiligten klar. Am Ende stand es verdient 45:0 für die Gastgeber.

Schon die fünfstündige Hinreise an den Bodensee erwies sich bei hochsommerlichen Temperaturen als anstrengend. Dafür gab es in der 90.000-Einwohnerstadt einen warmen Empfang. Schon in den Zufahrtsstraßen war das Spielevent zahlreich plakatiert und das Stadion selbst inmitten des Freizeitareals Horn beeindruckte – nicht nur mit seiner Zuschauerkapazität von 25.000 Plätzen.

Wie schon in den vorhergehenden Begegnungen trat das Wolfpack auch in Konstanz nur mit dem Mindestkader von 22 Mann an. Dem standen 43 Piraten gegenüber, die es in der Partie verstanden, durch regelmäßiges Rotieren ihre Spieler fit zu halten.

Der erste Angriff wurde durch die Wolfpack-Offense geführt und Quarterback Niklas Flicker gelang es, mit Runningback Anton Singer und eigenen Läufen bis an die gegnerische 35-Yard-Linie vorzudringen. Dann allerdings kam es zum Turnover On Downs und es wiederholte sich fast dasselbe Szenario wie im Spiel zuvor: Zunächst ein 60-Yards-Lauf der Gastgeber zum Touchdown mit Extrapunkt und danach ein Fumble der Wolfpack-Offense in der eigenen Redzone mit einem weiteren Touchdown zur schnellen Führung von 14:0. Mit einem Onside-Kick behielten die Schwaben ihr Angriffsrecht, verloren es aber durch einen von der Wolfpack-Defense eroberten Fumble ein Yard vor der Endzone. Doch die Freude bei den Kurstädtern sollte nicht lange wären: ein eigener Fumble in der Endzone sorgte schon im ersten Angriffsspielzug für den nächsten Touchdown zum 21:0. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel zum zweiten Quarter fing einer der beiden auf Gastgeberseite stark aufspielenden US-Importspieler einen Pass von Flicker auf und trug ihn direkt in die Endzone zum 28:0.

Erst jetzt konnten gute Aktionen der Wolfpack-Defense Zeichen setzen. Jacob Kreß begann mit einem Quarterback-Sack. Anton Singer gelang eine Interception. Sebastian Bick schaffte es, nach einem Sprint über fast das gesamte Feld den gegnerischen Receiver zu Fall zu bringen. So konnten die Gastgeber bis zur Halbzeit mit einem Fieldgoal „nur“ auf 31:0 erhöhen.

Im dritten Viertel erhöhten die Konstanzer wiederum durch einen Lauftouchdown zum 38:0. Nun folgte ein langer Drive der Wolfpack-Offense durch variables Lauf- und Passspiel bis an die gegnerische 5-Yard-Line. Zum Punkterfolg reichte es nach einem gegnerischen Quarterback-Sack nicht. Ein weiter Lauf der Piraten über 80 Yards brachte dagegen dem Spiel die letzten Punkte zum 45:0-Endstand.

Im letzten Quarter konnte die Wolfpack-Defense mit einer Interception von Bick und einem von Jacob Kreß noch letzte Highlights setzen, doch die gegnerische Goalline sollte an diesem Tag unüberwindlich bleiben.

Auch wenn die weite Reise nach Konstanz mit erheblichem Aufwand verbunden war, so zeigte sich Wolfpack-Vorstand Klaus Volkert dennoch stolz auf seine Spieler und Coaches: „unter den aktuellen Voraussetzungen hat unser Team das Bestmögliche in der Partie gegen den Landesligameister gezeigt und bis zum Schlusspfiff mit großer Moral und bewundernswertem Teamgeist durchgehalten.“ Bereits am kommenden Samstag geht die letzte Reise zum Saisonfinale nach Kornwestheim zu den Cougars.

Viertel-Ergebnisse: 28:0 / 3:0 / 14:0 / 0:0 / Final 45:0

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