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Willenssieg im fränkischen Lokalderby


Zum letzten Mal in der diesjährigen Oberligasaison ging es für das Tauberfranken Wolfpack auf Dienstreise. Gastgeber des sogenannten Kompensationsspieles waren die Heilbronn Salt Miners und damit die unmittelbaren Tabellennachbarn.


Nach dem deutlichen 20:6-Sieg der Heilbronner zu Saisonbeginn im Deutschordenstadion schienen die Weichen gestellt. Immerhin hatte der vormalige Regionalligist Heimrecht im Heilbronner Frankenstadion und wollte vor eigenem Publikum nichts anbrennen lassen. Dementsprechend verlief auch die erste Halbzeit: nach gewonnenem Angriffsrecht erhielten die Gastgeber zuerst das Lederei und marschierten konsequent über das Feld. Die gut aufspielende Wolfpack-Defense konnte zwar immer wieder Zeichen setzen, den ersten Touchdown jedoch nicht verhindern. Dafür allerdings den Extrapunkt, so dass es zum Ende des ersten Viertels 6:0 stand.


Der erste Drive der Wolfpack-Offense endete mit einer Interception, der zweite mit einem Fumble. Doch immer wieder konnte die Wolfpack-Defense den Ball zurückerobern. Hier glänzte Florian Schweickard mit einem eroberten Fumble, Max Schmidt und Timo Walter jeweils mit eroberten Interceptions. Punkte brachte allerdings nur Heilbronn auf das Scoreboard zur 13:0-Halbzeitführung.


Im dritten Viertel erhielten zunächst die Taubertäler das Angriffsrecht, mussten sich jedoch mit einem Punt davon trennen. Heilbronn dagegen marschierte schier unaufhaltsam weiter. Dann aber die Wende: Jürgen Reiter erzwang unmittelbar vor der eigenen Endzone einen Fumble, den Philipp Fleckenstein sicherte. Die Angreifer des Wolfsrudels agierten nun erfolgreicher. Ein weiter Pass auf Jakob Kreß mit anschließendem Lauf, ein Run von Quarterback Niklas Flicker – und schon war die gegnerische Goalline in Sicht. Dann aber wiederum ein Fumble zugunsten Heilbronn. Wenig später holt sich wiederum Jürgen Reiter den Ball, um dann endlich den ersten Touchdown für das Wolfpack zu ermöglichen: Niklas Flicker lief selbst zum 13:6 und Danny Dorotik fing den anschließenden Zweipunkteversuch zum 13:8.


Heilbronn, jetzt wieder im Angriffsrecht, musste sofort abgeben: dieses Mal wurde der Fumble von Lukas Volkert erzwungen und von Jan Adonyi gesichert. Der folgende Drive endete allerdings mit einem Turnover on Downs nach einem ausgespielten vierten Versuch. Jetzt war es Julius Frank, der einen gegnerischen Pass zur Interception abfing. Und auch dieses Mal ließ sich Flicker nicht lange bitten: ein weiter Pass mit sehenswertem Catch durch Lars Widmann bescherten das First Down unmittelbar vor der Endzone. Diese überquerte Anton Singer mit fulminantem Lauf durch die Mitte. Flicker erhöhte im Zweipunkteversuch auf den Endstand von 13:16. Heilbronn warf nun alles nach vorne, doch die Wolfpack-Defense hielt stand und überzeugte bis zum Schluss, den wiederum Reiter durch eine Interception besiegelte, so dass Flicker durch Abknieen die Partie beenden konnte.


Mit dieser gelungenen Revanche im fränkischen Lokalderby sehen sich die Wolfpack-Coaches in ihrem Engagement bestätigt, haben sich doch an diesem Tag zahlreiche Rookies mit eindrucksvollen Aktionen in Szene setzen können. Ganz besonders hebt Wolfpack-Headcoach Thomas Raczek die mentale Stärke der jungen Truppe hervor, die es geschafft hat, nach klarem Halbzeitrückstand nicht nur weitere Punkte des Gegners zu verhindern, sondern mit eigener Kraft das Spiel umzudrehen.


Zeit zur Erholung bleibt freilich nicht, denn zum Abschluss der Oberligasaison empfängt das Wolfpack bereits am kommenden Samstag den Tabellenführer Fellbach Warriors.


Die Punkte für das Wolfpack erzielten: Niklas Flicker (8), Anton Singer (6) und Danny Dorotik (2)

Viertel-Ergebnisse: 6:0 / 7:0 / 0:8 / 0:8 / Final 13:16


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